Münchner Schüler haben 28 Euro Taschengeld im Monat

Umfrage der Stadtsparkasse München unter Realschülern und Gymnasiasten der 7. Klassen zum Weltspartag

München (sskm). Münchens Jugendliche im Alter von zwölf bis 14 Jahren haben im Jahr durchschnittlich 750 Euro zur eigenen Verfügung. Sie erhalten das Geld als Taschengeld, über Ferienjobs und als Geschenke zu besonderen Anlässen. Das monatliche Taschengeld der Siebtklässler beträgt im Schnitt 28 Euro. Dies ergab eine Umfrage der Stadtsparkasse München zum Weltspartag unter 550 Münchner Realschülern und Gymnasiasten der 7. Klassen.

Zwischen 2,50 Euro und 200 Euro bewegt sich die Bandbreite des Taschengeldes, das den Befragten jeden Monat zur Verfügung steht. Knapp 60 Prozent der Schüler erhalten zwischen 15 und 30 Euro. Sieben Prozent gaben an, überhaupt kein Taschengeld zu erhalten.

Durch Ferienjobs und Nebentätigkeiten, wie beispielsweise Prospektverteilen, verdienen sich die Münchner Jugendlichen durchschnittlich 211 Euro im Jahr dazu. Bei einigen Jugendlichen betragen die Einnahmen aus Nebenjobs übers Jahr sogar deutlich über 1.000 Euro. Weitere 200 Euro bekommen die Jugendlichen von Eltern, Großeltern oder Verwandten geschenkt..
Im Umgang mit Geld sind die meisten Zwölf- bis 14-Jährigen sehr selbstständig, nur bei jedem dritten achten die Eltern genau darauf, wofür ihr Kind das Taschengeld ausgibt. Knapp ein Drittel der Geldeinnahmen geht aufs Sparkonto.

Rund 70 Prozent der Schüler gaben in der Umfrage an, dass sie sich genau überlegen, wofür sie ihr Geld verwenden, fast ebenso viele finden Sparen wichtig, um sich einen größeren Wunsch erfüllen zu können. Im Gegenzug äußerten aber auch 13 Prozent der Befragten, dass ihnen das Geld nicht bis Monatsende reicht und Eltern oder Verwandte finanziell zuschießen müssten.

Ein interessantes Ergebnis der Umfrage war auch, dass Buben in der Tendenz mehr Taschengeld bekommen als Mädchen. Auch Geldgeschenke, beispielsweise zum Geburtstag oder zu Weihnachten, fallen bei Buben mit durchschnittlich 256 Euro im Jahr um 60 Prozent höher aus als bei Mädchen. Ein deutlicher Unterschied zeigt sich auch bei Ferienjobs: Hier verdienen sich Buben im Schnitt pro Jahr 335 Euro hinzu, Mädchen lediglich 116 Euro.

Größter Ausgabenposten der Jugendlichen ist das richtige Outfit. Buben geben dafür im Schnitt monatlich 47 Euro aus, Mädchen 36 Euro. Danach folgen PC- und Videospiele.

Von den befragten Jugendlichen gaben 85 Prozent an, generell zu sparen, 65 Prozent machen dies sogar regelmäßig. Im Schnitt haben die Zwölf- bis 14-Jährigen bereits 566 Euro auf dem Sparkonto. Drei von zehn Schülern gaben an, bereits auf den Führerschein, ein Moped oder Auto zu sparen. 14 Mädchen nannten als Sparziel sogar schon Einrichtung oder eine eigene Wohnung. Buben äußerten diesen Wunsch nicht.

Vier von fünf Befragten besitzen ein Sparbuch, fast jeder Dritte hat ein Girokonto und bereits sieben Prozent besitzen auch ein Wertpapierdepot.

Um Jugendlichen den verantwortungsvollen Umgang mit Geld näher zu bringen, geht die Stadtsparkasse München aktiv auf junge Leute zu. So bietet sie verschiedene Broschüren zum Thema Taschengeld und veranstaltet gemeinsam mit der Caritas Schuldnerberatung und einem Wirtschaftsjuristen Projekttage zum Thema Schuldenprävention, um frühzeitig der Gefahr von Überschuldung entgegenzuwirken. An den Projekttagen können je Schuljahr zehn neunte Klassen von Münchner Realschulen teilnehmen.



 
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