Cerith Wyn Evans erhält den "Internationalen Kunstpreis der Kulturstiftung Stadtsparkasse München 2006"

- Cerith Wyn Evans, Ansicht der Ausstellung im Kunstbau München
Walisischer Künstler wird für seine Lichtinstallationen ausgezeichnet - Preis ist mit 25 000 Euro dotiert - Ausstellung im Kunstbau des Lenbachhauses
München (sskm). Der "Internationale Kunstpreis der Kulturstiftung Stadtsparkasse München 2006" geht an den Waliser Künstler Cerith Wyn Evans. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert und zählt damit zu den bedeutenden Kunstpreisen in Europa.
Anlässlich der Preisverleihung an Cerith Wyn Evans präsentiert das Lenbachhaus eine Einzelausstellung von Werken des Preisträgers im Kunstbau, die bis Februar 2007 zu sehen ist. Zusätzlich unterstützt die Kulturstiftung den Ausstellungskatalog mit weiteren 25.000 Euro.
"Text und Licht spielen bei Cerith Wyn Evans eine große Rolle. In seinen fotografischen Serien, skulpturalen und installativen Arbeiten nimmt er Bezug zu spezifischen Werken aus der Literatur, der Philosophie, der Musik, den Naturwissenschaften, dem Film und der Kunstgeschichte", so Prof. Helmut Friedel, Direktor der Städtischen Galerie im Lenbachhaus München. Evans zeigt in der aktuellen Ausstellung im Kunstbau eine Choreografie von Werken, in denen er Kronleuchter aus unterschiedlichen Epochen mit Textauszügen aus seiner persönlichen Sammlung von Briefen, Gedichten, Novellen, Gesprächen, Science-Fiction-Romanen sowie wissenschaftlichen und philosophischen Abhandlungen kombiniert. Die Texte werden in Morsecode übersetzt und mit Hilfe der blinkenden Leuchter kommuniziert. Die Münchner Präsentation im Kunstbau ist das dunkle Pendant zu einer Ausstellung von Cerith Wyn Evans in den Tageslichträumen des Musee d´Art Moderne de la Ville de Paris/ARC, die im Frühsommer dieses Jahres stattgefunden hat.
Der 1996 ins Leben gerufene "Internationale Kunstpreis der Kulturstiftung Stadtsparkasse München" will dazu beitragen, Münchens Ruf als Kulturstadt zu stärken. Mit dem Preis werden herausragende Künstlerinnen und Künstler aus dem Bereich zeitgenössische bildende Kunst geehrt. Durch eine Ausstellung wird ihr Werk einem großen Kreis von Kunstinteressierten zugänglich.
Die bisherigen Preisträger waren Jeff Wall, Canada (1996), Rosemarie Trockel, Köln (1999), James Coleman, Irland (2002) und Isa Genzken, Berlin (2004).
Eine Jury aus Persönlichkeiten des Kunst- und Kulturlebens entscheidet über die Preisvergabe. Zu den Jurymitgliedern gehören:
- Prof. Dr. Helmut Friedel (Vorsitzender) - Direktor der Städtischen Galerie im Lenbachhaus München,
- Bice Curiger - Kuratorin Kunsthaus Zürich,
- Chris Dercon - Direktor des Hauses der Kunst, München,
- Prof. Kaspar König - Museum Ludwig, Köln,
- Dr. Pia Müller-Thamm - Wissenschaftliche Leiterin Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, und
- Nicolaus Schafhausen - Direktor des Witte de Witt-Zentrums für Gegenwartskunst in Rotterdam und Kommissar des deutschen Pavillons auf der Biennale Venedig 2007.
Ein Kuratorium aus namhaften Persönlichkeiten des Münchner Kunst- und Kulturlebens begleitet die Auslobung und Verleihung des Kunstpreises. Dazu gehören:
- SKH Herzog Franz von Bayern,
- Christian Ude - Oberbürgermeister der LH München,
- Prof. Dr. Carla Schulz-Hoffmann - Bayerische Staatsgemäldesammlungen,
- Prof. Nikolaus Gerhart - Rektor der Akademie der Bildenden Künste,
- Prof. Ben Willikens - Künstler.
Pressebild: Cerith Wyn Evans, Ansicht der Ausstellung im Kunstbau München
Im Vordergrund:
"Myths of the Near Future"
by J.G. Ballard (1982), 2004
Kronleuchter Galliano Ferro, Flachbildschirm, Morsecodeprogramm, PC
Privatsammlung
© the artist
Foto: Lenbachhaus
Im Hintergrund :
"Diary: How to improve the world (you will only make matters worse)" continued 1968 from "x" writings `67-`72 and "For the Birds"
by John Cage, 2006
Kronleuchter Venini, Flachbildschirm, Morsecodeprogramm, PC
Courtesy Jay Joplin, White Cube, London
© the artist
Foto: Lenbachhaus


