Rollentausch für Lebenshilfe München

Alt-Bürgermeisterin Dr. Gertraud Burkert und Stadtsparkassenvorstand Dr. Thomas Grützemacher helfen Kindern beim Mittagessen in der Silvia-Görres-Schule.

Alt-Bürgermeisterin Dr. Gertraud Burkert und Stadtsparkassenvorstand Dr. Thomas Grützemacher versorgen behinderte Kinder in der Silvia-Görres-Schule

München (sskm). Zu einem Rollentausch haben sich Dr. Gertraud Burkert, Alt-Bürgermeisterin der Landeshauptstadt München, und Dr. Thomas Grützemacher, Vorstandsmitglied der Stadtsparkasse München, in der Silvia-Görres-Schule am Harthof getroffen. Über mehrere Stunden betreuten sie dort  schwerstbehinderte Kinder. Eingeladen zu diesem Rollentausch wurden Sie von der Landesarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege in Bayern. Soziale Einrichtungen in Bayern bitten Prominente, eine Zeitlang im Rahmen ihrer Möglichkeiten „mitzuarbeiten“, um soziale Arbeit und Pflege in der Praxis kennen zu lernen. Die sozialen Einrichtungen möchten so auf die personellen, finanziellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen aufmerksam machen.

Burkert und Grützemacher, beide aktiv im Kuratorium des Vereins Lebenshilfe München, der die Schule trägt, halfen dabei, die teilweise schwerstbehinderten Kinder mit Mittagessen zu versorgen. „Man sieht viel Trauriges, aber so eine Einrichtung macht Hoffnung“, beschrieb Frau Dr. Burkert die Eindrücke, die sie durch diesen „Rollentausch“ erhielt.

Kinder ab drei Jahren können die Silvia-Görres-Schule und die angeschlossene heilpädagogische Tagesstätte bis zur Erfüllung der Schulpflicht besuchen. Die dort betreuten Kinder und Jugendlichen sind entwicklungsverzögert, geistig behindert und zum Teil auch mehrfachbehindert. Das pädagogische Personal arbeitet interdisziplinär in einer Klasse mit Fachdiensten der Heilpädagogischen Tagesstätte zusammen. Zivildienstleistende unterstützen die pädagogische Arbeit.

„Unsere zivildienstleistenden Helfer wurden durch ihre Arbeit bei uns sehr nachhaltig geprägt und haben ein besonderes Gespür für das Miteinander und die Hilfe von Mitmenschen entwickelt. Viele bleiben auch nach ihrem Einsatz noch lange in Kontakt mit uns“, freut sich die Schulleiterin Irene Prestele.

Dr. Grützemacher, der während seines Zivildienstes selbst Behinderte betreut hat: „Es ist schön, dass durch die umfassende individuelle Betreuung jedes Kind seine feste Bezugsperson hat, die ihm Sicherheit gibt.“

Der Verein Lebenshilfe München bietet Dienstleistungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit geistiger Behinderung und für deren Angehörige. Vor über 45 Jahren als Elterninitiative gegründet ist er heute mit über 20 Einrichtungen beratend, pädagogisch und therapeutisch tätig.

Neben Dr. Burkert und Dr. Grützemacher sind auch weitere prominente Persönlichkeiten Mitglied im Kuratorium des Vereins Lebenshilfe: Bezirkstagspräsident Franz Jungwirth, Barbara Stamm, Vizepräsidentin des Bayerischen Landtags, Landrat Heiner Janik, Dr. Gustava Everding, Gründerin und Ehrenvorsitzende des Christophorus Hospiz Vereins, Patricia Riekel, Chefredakteurin "Bunte", Direktor Klaus Ringleb, Leiter der Niederlassung Öffentliche Kunden München der HypoVereinsbank, Lantagsabgeordneter Joachim Unterländer, Volker Körner und Silvia Görres – beide ehemalige Vorsitzende des Vorstandes der Lebenshilfe München – sowie PD Dr. Elke Holinski-Feder, ärztliche Leiterin des Medizinisch Genetischen Zentrums München.

 
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