Stadtsparkasse München ist im ersten Halbjahr 2008 weiterhin sehr erfolgreich

- Stadtsparkasse München entwickelt sich trotz weltweiter Finanzmarktkrise stabil

- Bisher bekannte Risikoabschirmung für die BayernLB aus Reserven verkraftbar

- Unternehmensfinanzierungen nehmen zu

- Kunden legen Geld vorsichtiger an

- Wohnungen und Angebote zur Kinderbetreuung, um qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen

- Umfassendes Engagement zum 850. Stadtgeburtstag Münchens


München (sskm). Die Stadtsparkasse München rechnet trotz der teils massiven Auswirkungen der US-Kreditkrise auf die Finanzmärkte mit einer stabilen Geschäftsentwicklung für das Gesamtjahr 2008. Mit der Ertragsentwicklung im ersten Halbjahr ist Harald Strötgen, Vorsitzender des Vorstandes der Stadtsparkasse München zufrieden: „Wir sind auf einem guten Weg, ein ähnlich erfreuliches Geschäftsergebnis wie 2007 zu erreichen.“ Dabei wird der Erfolg der eigenen Finanzgeschäfte 2008 voraussichtlich sogar deutlich besser ausfallen als im Vorjahr.

Im Gegensatz zu anderen Banken verzichtet Bayerns größte Sparkasse weiterhin auf betriebsbedingte Kündigungen. Für Herbst 2008 hat sie die Zahl der Ausbildungsplätze sogar erhöht und mit dem Bau eines Kindergartens erleichtert sie beurlaubten Eltern den Wiedereinstieg ins Berufsleben.

Der Zinsüberschuss erreicht durch ein gestiegenes Zinsergebnis aus Derivaten voraussichtlich das Vorjahresniveau. Auch bei den beiden ebenfalls wichtigen Kennzahlen Provisionsüberschuss und Verwaltungsaufwand inklusive Personalkosten rechnet die Stadtsparkasse München mit einer gegenüber dem Vorjahresergebnis konstanten Entwicklung. Wertpapiere mit verbrieften Subprime-Forderungen, die zur Finanzmarktkrise geführt haben, hatte und hat die Stadtsparkasse nicht im Bestand.

Auf der anderen Seite hat die Stadtsparkasse München wie alle anderen Sparkassen Bayerns der Risikoabschirmung für die BayernLB über 2,4 Milliarden Euro zugesagt. „Käme es zu einer Inanspruchnahme in voller Höhe, müsste unser Haus 208 Millionen Euro abfangen – das doppelte Jahresergebnis 2007“, rechnet Strötgen vor. Die Reserven der Stadtsparkasse München würden diesen Betrag zwar um ein Mehrfaches übersteigen, dennoch wäre dies sehr ärgerlich, weil sich die Stadtsparkasse dieses Polster hart erarbeitet habe, so Strötgen. „Die BayernLB war in der Vergangenheit eine rentierliche Anlage für uns. Wir werden daher alles dafür tun, dass sie in eine sichere Zukunft geführt wird.“

Bei der Gegenüberstellung von Kosten und Ertrag strebt die Stadtsparkasse München für das Gesamtjahr eine weitere Verbesserung der Cost-Income-Ratio um knapp zwei Prozentpunkte auf 66 Prozent an (2007: 67,7 %).

Das Kreditgeschäft mit Firmenkunden wuchs bisher um 1,1 Prozent. Bei Privatkunden stieg das Kreditvolumen um knapp ein halbes Prozent, wobei private Baufinanzierungen überproportional um 0,7 Prozent zulegten. In Relation zur deutlich rückläufigen Neubautätigkeit in München hat sich die Zahl der von der Stadtsparkasse neu zugesagten Baufinanzierungen nur leicht reduziert. Der Gesamtbestand der Kredite lag Ende Juni mit 8,7 Milliarden Euro knapp unter dem Wert zu Jahresbeginn, da das Kreditwachstum durch rückläufige Ausleihungen an öffentliche Haushalte kompensiert wurde. Die Risikosituation bei den Krediten, die das Kreditinstitut an Unternehmen und Selbstständige vergeben hat, ist weiterhin gut. Bei den Neu-Abschlüssen von Leasingverträgen verzeichnete die Bank ein Plus von 22 Prozent.

Die bilanzwirksamen Einlagen zeigten bei der Stadtsparkasse München im ersten Halbjahr 2008 eine leicht rückläufige Entwicklung um 96 Millionen Euro. Dafür flossen insgesamt über 100 Millionen Euro in Wertpapiere und Fonds. „Wir hoffen, dass sich die aktuell hohen Preissteigerungen bei Lebensmitteln und Energie wieder abschwächen und die Münchner bald wieder mehr finanzielle Spielräume haben“, so Strötgen. Insgesamt haben sich die Kundeneinlagen in den ersten sechs Monaten des Jahres um knapp ein Prozent auf 11,0 Milliarden Euro reduziert. Entsprechend sank die durch¬schnittliche Bilanzsumme geringfügig auf 14,6 Milliarden Euro (2007: 14,9 Mrd. €).

Das Wertpapiergeschäft im ersten Halbjahr stand im Zeichen der US-Subprime-Krise. So setzten die Kunden der Stadtsparkasse München bei Investmentfonds ihre Schwerpunkte auf defensive Anlageprodukte. Im Fokus des Anlegerinteresses standen vor allem Geldmarktfonds, Immobilienfonds sowie Garantiefonds. Während bei den Aktienfonds ein Umsatzrückgang zu verzeichnen war, haben einige Kunden das niedrige Kursniveau zum Kauf von Einzeltiteln genutzt.

Wegen der ab 2009 geltenden pauschalen Abgeltungsteuer von 25 Prozent rechnet die Stadtsparkasse München für das zweite Halbjahr mit einer deutlich steigenden Nachfrage nach Wertpapieren, insbesondere Investmentfonds.

Für die Stadtsparkasse München besitzen die persönliche Nähe zu den Kunden und eine qualifizierte Beratung einen großen Stellenwert. Daher investiert Bayerns größte Sparkasse verstärkt in Aus- und Fortbildung und will nach 96 Azubis im Vorjahr nun 110 Schulabgänger zum Bankkaufmann ausbilden. Dabei plant die Bank, künftig auch Hauptschüler als Auszubildende einzustellen.

Um qualifizierte Fachkräfte für die Vertriebseinheiten zu gewinnen, bietet die Stadtsparkasse München zum Arbeitsplatz auch neue Wohnungen in exponierter Lage. Dazu hat sie von einem Bauträger mehrere Einheiten am Hirschgarten erworben. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erleichtert das Kreditinstitut mit dem Kindergarten „Moosacher Märchenwiese“. Als Bauherr erhält die Stadtsparkasse dafür 25 Belegrechte. Auch in der von der Stiftung Sparkassen-Altenhilfe errichteten Kinderkrippe „Kisterl“ im Seniorenheim „Fritz-Kistler-Haus“ stehen der Belegschaft Betreuungsplätze für den Nachwuchs zur Verfügung.

Zur Feier des 850. Geburtstags der Landeshauptstadt München lädt die Stadtsparkasse die Münchner im August zu einem Gratis-Konzert der Münchner Symphoniker in ihre Hauptstelle ein. Darüber hinaus bereicherte sie das Festprogramm der Stadt beispielsweise mit einer Fotoausstellung noch nie gezeigter, historischer Stadtansichten.

Als dauerhafte Geschenke für die Münchner hat die Stadtsparkasse die „Stiftung Soziales München“ gegründet und mit 10 Millionen Euro ausgestattet sowie zur Sanierung des weltberühmten Glockenspiels am Rathausturm beigetragen. Auch die Renovierung des Alten Südfriedhofs kam durch die von der Stadtsparkasse München gegründete Stiftung Straßenkunst gut voran.

Eine Übersicht über die wichtigsten Kennzahlen ist dem PDF-Dokument zum Download angehängt.

 
Abbildung iMac mit Schloss-Symbol